| 27. November 2011 Sensationell – JudoTeam Steinheim fährt mit beiden Mannschaften zur Deutschen Meisterschaft |
| Bei den Süddeutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend unter siebzehn Jahren haben die Steinheimer Judoka in Backnang ihr hoch gestecktes Ziel erreicht. Beide Mannschaften – die Mädchen und die Jungen – haben die Qualifikation zu den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften, mit dem Erkämpfen des zweiten Platzes geschafft. Die Finalisten der Meisterschaft lösten die Fahrkarten nach München. Die Mädchen starteten etwas holprig in die Meisterschaft. Gegen den TV Bruchhausen erkämpften sie ein 3:3 und siegten aber durch die Unterbewertungspunkte von 30:20. Bei der Begegnung gegen die Kampfgemeinschaft Altenfurt-Neuhaus war der Knoten geplatzt und die Kämpferinnen gingen mit einem 5:1 erfolgreich von der Matte. Damit standen sie im Halbfinale. Den Startplatz für die nationalen Titelkämpfe erkämpften sie gegen den JC Freising mit einem klaren 6:1. Im Finale traf man, wie bei den Württembergischen, auf die SS Kusstusch Reutlingen. Larissa Wörner (-57 kg) musste ihren Kampf an die türkische Nationalkämpferin Kevser Cevik durch eine Kontertechnik abgeben. Auch Greta Neuschwander (+70 kg) verlor ihren Kampf gegen Anna-Maria Wagner durch eine Kontertechnik. Catrin Schopper (-48 kg), eine Klasse höher kämpfend, machte einen guten Kampf gegen Lucy Kallenbach, unterlag aber durch eine große Innensichel. Die Aufholjagt begann mit Katja Stiebeling (-52 kg), die Sina Riexinger mit einem Hüftwurf zu Fall brachte. Den Anschlusspunkt bekam Juliane Walter und den Ausgleich zum 3:3 schaffte Aylin Mill (-70 kg) gegen Ines Hilpert. Der letzte Kampf Rebecca Bräuninger (-63 kg) gegen Jenny Schwille war nun kampfentscheidend. Bräuninger versuchte einen Angriff von Schwille zu kontern. Diese Aktion wurde aber von der Reutlingerin übernommen und SS Kustusch stand als Meister fest. Janine Mücke, Yvonne Zirkelbach, Thaddäa Hafner und Anja Blechinger standen ebenfalls im Steinheimer Aufgebot. Das Jungenteam startet mit einem 5:2 gegen den badischen Meister den BC Karlsruhe. Zum Schlüsselkampf wurde die nächste Begegnung. Hier stand man dem Favoriten dem TSV München-Großhadern gegenüber. Die Steinheimer Jungs zeigten sich kämpferisch und konnten dem bayerischen Meister gegenhalten. Alexander Frank (-60 kg) unterlag im ersten Kampf mit einer mittleren Wertung gegen Felix Hulm. Ein unentschieden erzielte Norman Kästle(-73 kg) gegen den Nationalkader Niklas Blöchl. Ebenfalls eine mittlere Wertung musste Eric Schmidgall (-50 kg) gegen Lukas Vennekold abgeben. Simon Lay (-55 kg) machte einen starken Kampf gegen den deutschen Vizemeister David Karle und holte ein Unentschieden heraus. Ein weiteres Remis erzielte Lukas Klemm (-46 kg). Klemm wehrte sich gegen den einen Kopf größeren Sammy Enkelmann durch großen Kampfeinsatz. Den ersten Punkt für Steinheim holte Kevin Hermann (+73 kg) gegen Kilian Brandhofer mit einer großen Innensichel. Bei einem Zwischenstand von 2:1 und einer Unterbewertung von 14:10 musste Guido Kramer (-66 kg) mit einer kleinen Wertung seinen Kampf gewinnen. Der Steinheimer erzielte diese Wertung gegen Gianni Rapalli in der ersten Kampfminute und verteidigte sie unter großem Einsatz. Der Sieg von 2:2 mit einer Unterbewertung von 15:14 war entscheidend, um Poolsieger zu werden. Im letzten Gruppenkampf erkämpfte das JudoTeam gegen die zweite Mannschaft des TSV Abensberg ein deutliches 6:0. Im Halbfinale trafen die Steinheimer Judoka auf die erste Mannschaft des Bundesliga-Topvereins. Nach den ersten vier Kämpfen war die Begegnung bereits entschieden: Frank, Kästle, Schmidgall und Lay hatten gepunktet, Klemm erkämpfte ein Unentschieden und Hermann erhöhte auf fünf Zähler. Die Niederlage von Kramer durch eine Kontertechnik brachte den Endstand von 5:1. Im Finale trafen die Steinheimer Jungs erneut auf das Topteam aus München. Diesmal hatten die Bayern die Nase vorn. Trotz großem Siegeswillen musste Steinheim eine 5:2-Niederlage einstecken. Felix und Moritz Huber, Nicolai Krebs, Peter Brück und Yannik Dötterer waren ebenfalls im Steinheimer Team. Für das JudoTeam Steinheim sind die zwei Vizemeistertitel ein weiterer Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Nun bleibt allerdings noch zu hoffen, dass der Wettkampf einschließlich Anreise und Übernachtung irgendwie finanziert werden kann. Durch die frühen Wiegezeiten wird beispielsweise eine Übernachtung in München notwendig … |