| 10. Oktober 2010 Drei Titel gehen nach Steinheim |
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Bei den Württembergischen Einzelmeisterschaften der Jugend unter vierzehn Jahren konnten die Steinheimer Judoka den Heimvorteil als Ausrichter dieser Titelkämpfe nutzen. In der Kirchberger Sporthalle erkämpften sie mit Nikolai Krebs, Lena-Sophie Rehn und Leandra Sommer gleich drei Titel. Jana Scheffold, Catrin Schopper und Annika Bräuninger holten Silbermedaillen für das JudoTeam Steinheim. Mit fünften Plätzen schafften Moritz Huber und Juliane Walter noch die Qualifikation zu den Süddeutschen Einzelmeisterschaften. Den ersten Steinheimer Titel erkämpfte sich Nikolai Krebs in der Klasse bis fünfzig Kilogramm. Nicolas Sidiropulos vom JSV Tübingen besiegte er im Auftaktkampf mit Haltegriff. Gegen Lars Villing vom VfL Sindelfingen hatte er etwas mehr Mühe. Erst in der Kampfzeitverlängerung kam er gegen den sehr passiv eingestellten Sindelfinger mit einem Harai-Goshi (Hüftfeger) zum Erfolg. Im Halbfinale konnte der Sindelfinger Tom Meiling wegen einer Verletzung nicht antreten und Krebs stand im Finale. Schon nach sechzehn Sekunden sicherte er sich den Titel, wiederum mit einem schönen Harai-Goshi, gegen Fabian Stöckl vom JSV Tübingen. Bei den Mädchen sollte es vielversprechend werden, denn dort hat das JudoTeam Steinheim in dieser Altersklasse derzeit sein größtes Potential. In der Klasse bis 36 Kilogramm hatten die Steinheimer gleich zwei Favoritinnen am Start. Lena-Sophie Rehn stand mit zwei Siegen im Halbfinale. Catrin Schopper erreichte das andere Halbfinale mit drei vorzeitigen Siegen. Rehn schaffte den Finaleinzug mit einer Außensichel und anschließendem Haltegriff, gegen Aisha Hahne vom JSV Tübingen. Schopper sicherte sich die Endkampfteilnahme mit einem fulminanten O-Uchi-Gari (Innensichel) gegen Rebekka Leiß von der TSG Backnang. Im Steinheimer Duell konnte sich die Jüngere, Lena-Sophie Rehn mit einem wunderschönen Uchi-Mata (Inneneschenkelhüftwurf) durchsetzen und verwies Catrin Schopper auf Platz zwei. In der Klasse bis 40 Kilogramm behauptet sich ebenfalls die jüngere der beiden Steinheimer Starterinnen. Leandra Sommer siegte gegen Thea Terner vom JSV Tübingen mit Uchi-Mata und traf im Halbfinale auf Maria Pfeiffer vom VfL Sindelfingen. Auch in der Verlängerung gelang es Sommer nicht ihre Konkurrentin zu werfen. Als Dominantere und Aktivere viel der Kampfrichterentscheid für das Steinheimer Judotalent aus. Juliane Walter hatte sich ebenfalls eine Finalteilnahme vorgenommen nach einem Sieg gegen Denise Allgaier vom VfL Kirchheim blieb sie jedoch an Olympia Soufli vom JSV Tübingen hängen. Walter war schon in Führung gegangen, wurde von der Tübingerin noch mit einer großen Außensichel erwischt und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. In der Trostrunde konnte sie zwei vorzeitige Siege erkämpfen und stand im kleinen Finale ebenfalls Maria Pfeiffer gegenüber. Walter hatte die gleiche Mühe, wie zuvor schon Sommer, die Sindelfingerin zu werfen. In der Verlängerung kam sie durch eine Kontertechnik fast zu Fall und konnte sich gerade noch in der Bauchlage abfangen, aber dies war die entscheidende Situation und der Kampfrichterentscheid fiel zu Gunsten von Pfeiffer aus. Im Finale dieser Klasse traf Leandra Sommer jetzt auf Soufli und machte es besser. Mit einem blitzsauberen Fußfegewurf holte sie die Tübingerin von den Füßen und sicherte sich damit eindrucksvoll den Titel. Juliane Walter musste sich dem verlorenem Platz drei noch dem Kampf um den fünften Startplatz stellen. Walter lies nichts anbrennen, mit einem starken O-Uchi-Gari sicherte sich das Ticket für die Süddeutschen. Annika Bräuninger hatte einen richtig guten Tag. In der Klasse bis 44 Kilogramm siegte sie in der Vorrunde zwei Mal vorzeitig mit ihrer Spezialtechnik, einem Uchi-Mata. Im Halbfinale musste auch sie in die Verlängerung, dort konnte sie aber gegen Nadja Gutermann vom SV Böblingen mit Haltegriff punkten. Im Finale unterlag sie Alina Böhm vom JZ Heubach mit einer Außensichel und freute sich über Silber. Jana Scheffold konnte sie sich in der Klasse bis 33 Kilogramm ebenfalls über Silber jubeln. Linda Maas konnte sie mit einer Haltetechnik besiegen. Gegen die ein Jahr ältere Favotitin, Ayleen Erb von der TSG Backnang machte sie einen sehr guten Kampf geriet aber in eine Kontertechnik. Moritz Huber ist in seinen Kämpfen noch nicht ganz so stabil. In der Klasse bis 46 Kilogramm konnte er drei Siege erkämpfen, musste aber auch zwei unnötige Niederlagen hinnehmen. In seinem sechsten Kampf erkämpfte er sich dann doch noch die Fahrkarte mit einem Fußfeger gegen Mario Dingel von der SS Kustsuch Reutlingen. Insgesamt haben sich damit acht Steinheimer Judoka für die Süddeutschen Titelkämpfe qualifiziert. Diese finden in zwei Wochen in Nürtingen statt.
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