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Bei den Württembergischen Meisterschaften der Jugend
unter vierzehn Jahren in Heubach sicherte sich das JudoTeam Steinheim
mit seiner Mädchenmannschaft den Titel und darf damit zu den Süddeutschen
Meisterschaften nach Neutraubling bei Regensburg. Die Steinheimer Jungen
erreichten bei der gleichen Meisterschaft einen guten siebten Platz.
In der Vorrunde trafen die Steinheimerinnen auf den VfL Sindelfingen
und den Südwürttembergischen Meister, den JSV Tübingen.
Um aus dem Pool in die Platzierungskämpfe zu gelangen, musste eine
Begegnung davon gewonnen werden.
Spannend wurde es gleich in der ersten Paarung, zwei zu null gerieten
die Steinheimer gegen die Daimlerstädter in den Rückstand. Leandra
Sommer erkämpfte den ersten Punkt mit einem Haltegriff, aber Lena-Sophie
Rehn musste ihren auf die gleiche Weise wieder abgeben. Mit einem Sieg
von Juliane Walter durch Innenschenkelhüftwurf ließ das JudoTeam
nicht abreißen. Nach der Niederlage von Elena Link durch eine mittlere
Wertung wurde es langsam eng. Annika Bräuninger bekam ihren Punkt
kampflos zugesprochen und bei dem Stand von 4:3 musste Catrin Schopper
einen vorzeitigen Sieg landen; dies schaffte das Superleichtgewicht mit
einer großen Außensichel. Beide Mannschaften hatten nun jeweils
vier Siege zu verzeichnen, aber bei der Unterbewertung hatten die Steinheimer
mit 40:37 die Nase vorn.
Gegen den JSV Tübingen verlief es dann nicht ganz so nervenaufreibend;
mit 5:3 siegte das Steinheimer Mädchenteam. Im Kampf um den Finaleinzug
traf man auf die TSG Backnang. Dabei ging es nicht um einen höheren
Podestplatz, sondern um einen der zwei begehrten Startplätze für
die Süddeutschen Mannschaftsmeisterschaften, welche nur an die Finalisten
vergeben werden. Der Start begann wieder etwas unglücklich. Der Angriff
von Tamara Heimsch, über 57 Kilogramm, wurde von Meike Semet gekontert.
Die Klasse bis 57 Kilogramm konnten die Steinheimerinnen nicht besetzen
und der Punkt ging kampflos an das Backnanger Team. Den Ausgleich schafften
Leandra Sommer, bis 40 Kilogramm, mit ihrem vorzeitigen Sieg durch eine
große Innensichel und Lena-Sophie Rehn, die ihre Gegnerin in der
Klasse bis 36 Kilogramm mit Armhebel zur Aufgabe zwang. Juliane Walter
kämpfte mit ihren nicht einmal siebenunddreißig Kilogramm in
der Klasse bis 44 Kilogramm und erreichte ein Unentschieden. Einen Punkt
konnte Elena Link in der Klasse bis 57 Kilogramm beisteuern - ihre Gegnerin
trat nicht an. Ebenfalls ein Klasse höher kämpfte an diesem
Tag Annika Bräuninger und erzielte auch ein Remis. Damit standen
die Steinheimer Judoka bereits im Finale und der Sieg von Catrin Schopper
gegen ihre Angstgegnerin brachte nicht nur einen Punkt nach Steinheim,
sondern auch eine gute Portion Selbstvertrauen für Schopper. Mit
dem 4:2 Sieg gegen Backnang war die Fahrkarte für die nächst
höhere Meisterschaft gelöst.
Im Endkampf trafen sie auf den SV Böblingen, gegen diesen hatten
sie noch eine Rechnung offen, denn bei den Nordwürttembergischen
hatten die Steinheimerinnen gegen Böblingen das Finale verloren.
Die Mädchen von der Murr waren guter Dinge. Tamara Heimsch erzielte
ein Unentschieden und ein Punkt musste wiederum kampflos an die Gegnerinnen
abgegeben werden, da die Klasse nicht besetzt werden konnte. Wieder eine
sichere Bank war Leandra Sommer. Sie siegte mit einem fulminanten Innenschenkelhüftwurf
gegen Alina Böhm. Eine Schrecksekunde gab es bei der Niederlage von
Lena-Sophie Rehn. Dieser Punkt war eigentlich eingeplant. Die Angriffe
von Rehn waren zu hektisch und sie verlor die Übersicht - dies nutzte
Patricia Krempels für ihren Wurfansatz. Danach ließen die Steinheimer
nichts mehr anbrennen. Als Team kämpften sie um jeden Punkt. Juliane
Walter kam mit zwei Innensichelwurfansätzen vorzeitig gegen Nadja
Gutermann zum Erfolg und die Pleidelsheimerin Elena Link brachte ihre
mittlere Wertung gegen Shannon Gilbert über die Zeit. Annika Bräuninger
machte einen Wahnsinnskampf gegen die vier Kilogramm schwerere Celina
Spangenberger. Mit ihrer hart erkämpften Wertung ging sie glücklich
als Siegerin von der Matte. Der Kampf von Catrin Schopper konnte nur noch
das Ergebnis aufbessern - das Finale war bereits gewonnen. Schopper siegte
gegen Celine Geywitz vorzeitig mit einer großen Außensichel.
Die Revanche war mit einem 5:2-Endstand mehr als geglückt und belohnt
wurden sie mit dem Titelgewinn.
Im Aufgebot des JudoTeam Steinheim standen Catrin Schopper, Jana Scheffold,
Laura Walouch, Lena-Sophie Rehn, Juliane Walter, Yvonne Zirkelbach, Annika
Bräuninger, Leandra Sommer, Elena Link (Pleidelsheim) und Tamara
Heimsch (Fellbach).
Die Jungen waren durch die Verletzung von Nicolai Krebs sehr geschwächt
- nun konnten gleich zwei der acht Klassen nicht besetzt werden. Der Punktegarant
fehlte für entscheidende Siege und trotzdem schlug sich die restliche
Mannschaft mit Bravour. Gegen den JC Balingen unterlagen sie bei einem
4:4 nur durch die Unterbewertung von 40:37 sehr knapp. In der Trostrunde
siegten sie jeweils mit 5:2 gegen den JV Nürtingen und die zweite
Mannschaft des VfL Sindelfingen. Der SV Fellbach war dann aber für
das sehr junge Team, die Hälfte der Kämpfer ist noch eine Altersklasse
tiefer startberechtigt, doch zu stark. Nur zwei Punkte gingen nach Steinheim.
Der erst elfjährige Marvin Kurz erkämpfte an diesem Tag seinen
vierten Sieg und Moritz Huber wurde kampflos Sieger. In der Steinheimer
Mannschaft kämpften Leander Audehm, Markus Klotz, Marvin Kurz, Moritz
Huber, Sinan Yilmaz und Henning Jahn.

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