18. April 2010
 Steinheimer Judomädchen in einem souveränen Finale zum Titel

Bei den Württembergischen Meisterschaften der Jugend unter vierzehn Jahren in Heubach sicherte sich das JudoTeam Steinheim mit seiner Mädchenmannschaft den Titel und darf damit zu den Süddeutschen Meisterschaften nach Neutraubling bei Regensburg. Die Steinheimer Jungen erreichten bei der gleichen Meisterschaft einen guten siebten Platz.

In der Vorrunde trafen die Steinheimerinnen auf den VfL Sindelfingen und den Südwürttembergischen Meister, den JSV Tübingen. Um aus dem Pool in die Platzierungskämpfe zu gelangen, musste eine Begegnung davon gewonnen werden.

Spannend wurde es gleich in der ersten Paarung, zwei zu null gerieten die Steinheimer gegen die Daimlerstädter in den Rückstand. Leandra Sommer erkämpfte den ersten Punkt mit einem Haltegriff, aber Lena-Sophie Rehn musste ihren auf die gleiche Weise wieder abgeben. Mit einem Sieg von Juliane Walter durch Innenschenkelhüftwurf ließ das JudoTeam nicht abreißen. Nach der Niederlage von Elena Link durch eine mittlere Wertung wurde es langsam eng. Annika Bräuninger bekam ihren Punkt kampflos zugesprochen und bei dem Stand von 4:3 musste Catrin Schopper einen vorzeitigen Sieg landen; dies schaffte das Superleichtgewicht mit einer großen Außensichel. Beide Mannschaften hatten nun jeweils vier Siege zu verzeichnen, aber bei der Unterbewertung hatten die Steinheimer mit 40:37 die Nase vorn.

Gegen den JSV Tübingen verlief es dann nicht ganz so nervenaufreibend; mit 5:3 siegte das Steinheimer Mädchenteam. Im Kampf um den Finaleinzug traf man auf die TSG Backnang. Dabei ging es nicht um einen höheren Podestplatz, sondern um einen der zwei begehrten Startplätze für die Süddeutschen Mannschaftsmeisterschaften, welche nur an die Finalisten vergeben werden. Der Start begann wieder etwas unglücklich. Der Angriff von Tamara Heimsch, über 57 Kilogramm, wurde von Meike Semet gekontert. Die Klasse bis 57 Kilogramm konnten die Steinheimerinnen nicht besetzen und der Punkt ging kampflos an das Backnanger Team. Den Ausgleich schafften Leandra Sommer, bis 40 Kilogramm, mit ihrem vorzeitigen Sieg durch eine große Innensichel und Lena-Sophie Rehn, die ihre Gegnerin in der Klasse bis 36 Kilogramm mit Armhebel zur Aufgabe zwang. Juliane Walter kämpfte mit ihren nicht einmal siebenunddreißig Kilogramm in der Klasse bis 44 Kilogramm und erreichte ein Unentschieden. Einen Punkt konnte Elena Link in der Klasse bis 57 Kilogramm beisteuern - ihre Gegnerin trat nicht an. Ebenfalls ein Klasse höher kämpfte an diesem Tag Annika Bräuninger und erzielte auch ein Remis. Damit standen die Steinheimer Judoka bereits im Finale und der Sieg von Catrin Schopper gegen ihre Angstgegnerin brachte nicht nur einen Punkt nach Steinheim, sondern auch eine gute Portion Selbstvertrauen für Schopper. Mit dem 4:2 Sieg gegen Backnang war die Fahrkarte für die nächst höhere Meisterschaft gelöst.

Im Endkampf trafen sie auf den SV Böblingen, gegen diesen hatten sie noch eine Rechnung offen, denn bei den Nordwürttembergischen hatten die Steinheimerinnen gegen Böblingen das Finale verloren. Die Mädchen von der Murr waren guter Dinge. Tamara Heimsch erzielte ein Unentschieden und ein Punkt musste wiederum kampflos an die Gegnerinnen abgegeben werden, da die Klasse nicht besetzt werden konnte. Wieder eine sichere Bank war Leandra Sommer. Sie siegte mit einem fulminanten Innenschenkelhüftwurf gegen Alina Böhm. Eine Schrecksekunde gab es bei der Niederlage von Lena-Sophie Rehn. Dieser Punkt war eigentlich eingeplant. Die Angriffe von Rehn waren zu hektisch und sie verlor die Übersicht - dies nutzte Patricia Krempels für ihren Wurfansatz. Danach ließen die Steinheimer nichts mehr anbrennen. Als Team kämpften sie um jeden Punkt. Juliane Walter kam mit zwei Innensichelwurfansätzen vorzeitig gegen Nadja Gutermann zum Erfolg und die Pleidelsheimerin Elena Link brachte ihre mittlere Wertung gegen Shannon Gilbert über die Zeit. Annika Bräuninger machte einen Wahnsinnskampf gegen die vier Kilogramm schwerere Celina Spangenberger. Mit ihrer hart erkämpften Wertung ging sie glücklich als Siegerin von der Matte. Der Kampf von Catrin Schopper konnte nur noch das Ergebnis aufbessern - das Finale war bereits gewonnen. Schopper siegte gegen Celine Geywitz vorzeitig mit einer großen Außensichel. Die Revanche war mit einem 5:2-Endstand mehr als geglückt und belohnt wurden sie mit dem Titelgewinn.

Im Aufgebot des JudoTeam Steinheim standen Catrin Schopper, Jana Scheffold, Laura Walouch, Lena-Sophie Rehn, Juliane Walter, Yvonne Zirkelbach, Annika Bräuninger, Leandra Sommer, Elena Link (Pleidelsheim) und Tamara Heimsch (Fellbach).

Die Jungen waren durch die Verletzung von Nicolai Krebs sehr geschwächt - nun konnten gleich zwei der acht Klassen nicht besetzt werden. Der Punktegarant fehlte für entscheidende Siege und trotzdem schlug sich die restliche Mannschaft mit Bravour. Gegen den JC Balingen unterlagen sie bei einem 4:4 nur durch die Unterbewertung von 40:37 sehr knapp. In der Trostrunde siegten sie jeweils mit 5:2 gegen den JV Nürtingen und die zweite Mannschaft des VfL Sindelfingen. Der SV Fellbach war dann aber für das sehr junge Team, die Hälfte der Kämpfer ist noch eine Altersklasse tiefer startberechtigt, doch zu stark. Nur zwei Punkte gingen nach Steinheim. Der erst elfjährige Marvin Kurz erkämpfte an diesem Tag seinen vierten Sieg und Moritz Huber wurde kampflos Sieger. In der Steinheimer Mannschaft kämpften Leander Audehm, Markus Klotz, Marvin Kurz, Moritz Huber, Sinan Yilmaz und Henning Jahn.