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Bei den Süddeutschen Einzelmeisterschaften der Frauen unter zwanzig Jahren
sicherte sich Alessa Sommer vom JudoTeam Steinheim in der Klasse bis 48
Kilogramm souverän den Titel. Steffen Hoffmann verschenkte die Fahrkarte
zur Deutschen in der Klasse bis 55 Kilogramm.
Für die sechzehnjährige Alessa Sommer waren diese Meisterschaften
nur als Trainingswettkampf gedacht, denn ihr Augenmerk liegt auf den Deutschen
Meisterschaften der Jugend unter siebzehn Jahren. Unbekümmert und
ohne Druck ging sie in die Kämpfe und siegte souverän.
Gegen Julia Töpfer von der SG Eltmann gewinnt sie schon nach einer
halben Minute. Ein Fußwurf und der unmittelbar daran ansetzende
Haltegriff brachten den Erfolg. Im Kampf um den Finaleinzug zwang das
Steinheimer Judotalent Regina Brummer von FC Schweitenkirchen noch vor
Ablauf der ersten Kampfminute mit einer Würgetechnik zur Aufgabe.
Auch im Endkampf ging der Youngster vorzeitig als Siegerin von der Matte.
Sommer sicherte sich die Goldmedaille mit einer Haltetechnik gegen Claudia
Kozma vom BC Hemsbach.
Bei den Deutschen Meisterschaften wird sie allerdings nicht starten. Am
gleichen Wochenende fährt sie mit der Jugendnationalmannschaft nach
Zagreb (Kroatien) um sich eine Chance für eine Teilnahme an den Europameisterschaften
zu erkämpfen.
Steffen Hoffmann wollte in seinem ersten Jahr bei den Junioren ein Ticket
für die Deutschen Einzelmeisterschaften. Sein Anspruch kam nicht
von ungefähr, schließlich hat er im letzten Jahr zahlreiche
Erfolge in der Jugend gefeiert und bei seinem ersten deutschen Ranglistenturnier
letzte Woche in Berlin bei den Junioren den dritten Platz belegt.
Was im Judo immer einmal passieren kann, geschah im ersten Kampf: Man
wird vom Gegner überrascht. Jonas Weinen vom TV Altdorf überraschte
Hoffmann nach wenigen Sekunden mit einem Schulterwurf und schickte damit
den Steinheimer in die Trostrunde.
Hoffmann erkämpfte sich dort vorzeitige Siege über Denis Schoffer
vom SC Züttlingen durch Innenschenkelhüftwurf und Johannes Mederer
vom ASV Neumark durch eine große Innensichel. Im kleinen Finale
traf er erneut auf Jonas Weinen. Der Steinheimer wollte die Wiedergutmachung
und setzte seinen Gegner von Anfang an unter Druck und erzielte vier mittlere
Wertung für Fußfegewurf, kleine Innensichel, Innenschenkelhüftwurf
und Passivitätsstrafen für den Gegner. Aber in Hoffmanns Kämpfernatur
liegt immer der Wille, den Ippon, den vorzeitigen Sieg, zu erzielen. Dies
wurde ihm zum Verhängnis, zu offensiv kämpfte er weiter und
fiel auf den gleichen Wurfansatz wie im ersten Kampf und wurde vom Altdorfer
anschließend noch am Boden festgehalten.
Steffen Hoffmann wird sich davon sicherlich nicht entmutigen lassen, immerhin
hat er in den nächsten zwei Jahren nochmals die Startberechtigung
in dieser Altersklasse.
Sein Vereinskamerad Sebastian Wörner erkämpfte sich in gleicher
Klasse noch einen guten siebten Platz. Mit Carina Sommer fehlte eine Medaillenkandidatin
vom JudoTeam Steinheim. Sommer muss zurzeit eine Verletzung auskurieren.
Die Siebzehnjährige ist aber im nächsten Jahr nochmals in dieser
Altersklasse startberechtigt.


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