| 07. Februar 2010 Sechsmal Edelmetall für Steinheimer Judoka |
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Bei den Süddeutschen Meisterschaften der Jugend unter siebzehn Jahren lösten sechs von sieben Steinheimer Judoka die Fahrkarten für die Deutschen Meisterschaften am Nürburgring. Die Setzliste machte es Simon Lay (bis 43 kg) und Guido Kramer (bis 50 kg) nicht einfach. Auf die Württembergischen Meister wartete im Kampf um den Finaleinzug jeweils der Bayerische Meister. Bis dahin setzte sich Lay problemlos durch. Er siegte gegen Bundschuh aus Heidelberg mit Haltegriff und Ennerst vom TSV Abensberg zwang er mit Würge zur Aufgabe. Im Kampf um den Finaleinzug dominierte er in den ersten Kampfminuten gegen Junker vom DJK Aschaffenburg - schade das dann ein Wurfansatz von Lay vom Bayern gekontert wurde. Im Kampf um Platz drei setzte er sich klar gegen Müller vom VfL Sindelfingen mit großer Innensichel und Haltegriff durch. Guido Kramer musste sich gegen den Mosbacher Epli erst etwas warm kämpfen, bevor er mit einem Fußfeger zum Erfolg kam. Das Halbfinale erreichte der Steinheimer gegen Hölzl aus Bayern durch Uchi-Mata (Innenschenkelhüftwurf). Einen starken Kampf machte Kramer im Halbfinale gegen Scheibel aus Abensberg. Die letzten Begegnungen hatte Kramer immer vorzeitig verloren. Nach vier Minuten Kampfzeit hatte keiner der beiden eine Wertung erzielt und auch die zweiminütige Verlängerung brachte keinen Zähler. Der Kampfrichterentscheid fiel dann aber klar zu Gunsten des Bayern aus. Im Kampf um Platz drei und damit auch um die Fahrkarte wurde es gegen Wissler vom TV Heitersheim nochmals spannend. Erst in der Verlängerung gelang es Kramer, die entscheidende Wertung zu erzielen. Bei den Mädchen schafften es die Schwestern Alessa und Maila Sommer bis ins Finale. Maila (bis 40 kg) erkämpfte sich mit drei vorzeitigen Siegen gegen Burkhard aus Bad Säckingen mit Fußfegewurf, Könningen vom BC Offenburg und Schrepfer vom PSV Bamberg jeweils mit Haltegriff die Endkampfteilnahme. Im Finale erziele Sommer zwei Wertungen gegen Philine Falk vom TSV Großhadern. Leider konnte sie die Kampflinie nicht halten und musste letztendlich noch eine höhere Wertung an die Münchnerin abgeben. Mit zwei Siegen durch Haltetechniken gegen Lepkojis aus Efringen-Kirchen und Broß vom TSV Grafingen startete Alessa Sommer (bis 48 kg) in die Meisterschaft. Theresa Stoll vom TSV Großhadern überraschte sie mit einem schnellen Wurfansatz zur anderen Seite und war damit im Finale. Im Endkampf kam sie gegen Isabell Pfeiffer vom VfL Sindelfingen noch nicht zum Zug - der wochenlange Trainingsausfall durch Krankheit machte sich bemerkbar. Zwei Wertungen musste sie an die Sindelfingerin abgeben. In der gleichen Klasse kämpfte auch Larissa Wörner. Mit zwei Siegen über Höfer aus Großhadern und Graabichler aus Moosburg schafft sie es ins Halbfinale. Nach einem sehr guten Kampf gegen Isabell Pfeiffer unterlag sie letztendlich nur mit der kleinsten Wertung. Im Kampf um Platz drei sicherte sie sich die Fahrkarte zu den Deutschen Meisterschaften gegen Hürzeler vom TSV Großhadern vorzeitig mit einem konsequenten Wurfansatz. Rebecca Bäuninger (bis 52 kg) hatte eine der stärksten Gewichtsklassen erwischt, gleich drei Bundeskader, sie eingeschlossen, waren dort am Start. Gleich im ersten Kampf traf sie auf die bayerische Meisterin Amelie Stoll vom TSV Großhadern. Diese Aufgabe löste sie mit einer Haltetechnik. Gegen Speckbacher aus Kirchweidach kam sie mit Uchi-Mata zum Erfolg. Im Kampf um den Finaleinzug traf sie wie bei den Württembergischen Meisterschaften auf Julia Knosp vom VfL Sindelfingen. Diesmal wollte sie den Spieß umdrehen und begann mit zu hohem Risiko. Beim Uchi-Mata-Ansatz fegte sie ihr Bein an der Gegnerin vorbei und schoss damit ein Eigentor. Knosp erhielt eine hohe Wertung, die Bräuninger nicht mehr aufholen konnte. Dies machte sie dann im Kampf um Platz drei besser. Auch gegen Coban vom BC Karlsruhe geriet sie in Rückstand. Ein Ziel vor Augen erkämpfte sie sich den Ausgleich. In der Verlängerung kämpfte sie weiter offensiv und wurde mit einem 3:0-Kampfrichterentscheid belohnt. Das JudoTeam Steinheim erkämpfte zwei Silbermedaillen und viermal Bronze bei diesen Meisterschaften. Nur Peter Brück konnte nicht an die Leistungen der Württembergischen Meisterschaften anknüpfen. Mit einem Sieg und zwei Niederlagen musste er die Heimreise antreten, kann aber seine Chance im nächsten Jahr nochmals nutzen.
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