14. Juni 2009
 Simon Lay wird zweiter bei DJB-Sichtungsturnier

Über 500 Judoka aus der gesamten Bundesrepublik, die holländische Nachwuchsnationalmannschaft, sowie Vereine aus Polen, Ungarn, Tschechien, Belgien und Polen waren beim internationalem Thüringer Messe-Cup der Jugend unter fünfzehn Jahren in Erfurt dabei.

Für diese Jugend war es das dritte und letzte Sichtungsturnier des Deutschen Judo-Bundes in diesem Jahr. Nach den Ergebnissen werden nun die Bundestrainer für die Nachwuchslehrgänge des Deutschen Judo-Bundes nominieren. Simon Lay sicherte sich dabei Silber und Larissa Wörner die Bronzemedaille.

Beim ega-Pokal für die Altersklasse unter dreizehn Jahren war ein ähnliches Teilnehmerfeld in Erfurt am Start. Nicolai Krebs erkämpfte sich den Turniersieg in der Klasse bis 40 Kilogramm. Leandra Sommer und Juliane Walter wurden zweite in ihren Klassen.

Simon Lay erkämpfte sich den zweiten Platz in der Klasse bis 37 Kilogramm. Der Pleidelsheimer vom JudoTeam Steinheim brauchte vier Siege bis zum Finale. Im ersten Kampf sicherte er sich den Sieg nach zwei Wertungen für Innenschenkelhüftwürfe, bevor er Adrian Stehmann aus Belgien mit einer Selbstfalltechnik ganz auf den Rücken beförderte. Noah Sauer vom badischen Kader bezwang er vorzeitig mit einer großen Innensichel und gegen Tim Ölkers vom SV Nienhagen schaffte er einen Wertungsvorteil mit einem Innenschenkelhüftwurf. Im Kampf um den Finaleinzug traf Lay auf einen alten Bekannten, Bastian Bauer vom TSV Einheit Süd Chemnitz. An Bauer war er bei den letzten Sichtungsturnieren immer hängen geblieben. Diesmal kämpfte Lay taktisch sehr klug und schaffte es, Bauer im Bodenkampf mit einer Haltetechnik festzuhalten. Vom letzten Kampf zu beflügelt, ließ er sich im Finale von Felix Eding vom SV Nienhagen überraschen und kam durch eine Hüfttechnik zu Fall.

Larissa Wörner kämpfte in der Klasse bis 40 Kilogramm ebenfalls ein starkes Turnier und wurde mit Platz drei belohnt. Mit vier vorzeitigen Siegen zog sie ins Halbfinale ein. Dort traf Wörner auf die Holländerin Merel Wit und geriet nach gutem Kampfbeginn in einen Haltegriff, aus dem sie sich nicht mehr befreien konnte. Im Kampf um Platz drei bezwang sie ihre Verbandskameradin Hannah Nieß vom JZ Heubach.

Maila Sommer kam nach zwei Siegen und zwei Niederlagen in der Klasse bis 40 Kilogramm auf einen guten fünften Platz. Für Jonas Schenk reichte die gleiche Bilanz bei den Jungen in dieser Klasse nicht für die vorderen Ränge. Guido Kramer, ein Sieg eine Niederlag, und Peter Brück, eine Niederlage, schieden beim KO-System mit doppelter Trostrunde vorzeitig aus.

Nicolai Krebs ging an diesem Tag fünfmal als Sieger von der Matte, dabei zeigte er besonders im Finale gegen den Berliner Selimchan Surabov nach einem Fußfeger einen taktisch guten Kampf.

Zweite Plätze sicherten sich Leandra Sommer, bis 33 Kilogramm, und Juliane Walter, bis 36 Kilogramm. Sommer war mit drei Siegen ins Finale gekommen. Das Finale wurde eine spannende Sache. Sommer hatte eine Rückstand mit einer mittleren Wertung. Diesen konnte sie mit dem Schlussgong noch aufholen, leider ließ sie sich dann in der Kampfzeitverlängerung von der Berlinerin Janina Feßmann doch recht schnell mit einer Hüfttechnik überraschen.
Mit vier souveränen Siegen war Walter in den Endkampf eingezogen. Ihre Gegnerin aus Chemnitz war gut auf ihre Angriffstechnik eingestellt und konterte gleich den ersten Ansatz. Trotz großer Anstrengung gelang es der Steinheimerin nicht, den Wertungsrückstand aufzuholen.

Alle anderen Steinheimer Judoka zeigten durchweg gute Kämpfe, konnten sich aber in den großen Teilnehmerfeldern nicht ganz vorn positionieren.

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