24./25. April 2009
 Steinheimer Judoka auf internationalen Matten erfolgreich

Beim mit zwanzig Nationen stark besetzten internationalen EJU-Turnier der Jugend unter siebzehn Jahren ging Alessa Sommer in der Klasse bis 44 Kilogramm in Teplice/CZE an den Start und sicherte sich Gold.

Sommer besiegte auf dem Weg zur Goldmedaille die Ukrainerin Diana Halukh schon nach einer Minute Kampfzeit mit einem Fußwurf.
Gegen die Ungarin Barbara Batizi geriet sie mit zwei mittleren Wertung für Schulterwurfansätze in Wertungsrückstand. Sommer konnte den Kampf kurz vor Ende noch drehen, indem sie die Ungarin erfolgreich fünfundzwanzig Sekunden mit einem Haltegriff festlegen konnte.
Auf Hanna Davidovich aus Weißrussland traf das Steinheimer Judotalent im Kampf um den Finaleinzug. Mit einer mittleren Wertung für eine Eindrehtechnik erreichte sie das Finale.
Im Endkampf stand sie einer alten Bekannten gegenüber - Katharina Pfeiffer vom VfL Sindelfingen. Schon oft standen sich die beiden regional gegenüber und auch dieses Mal ging Sommer als Siegerin von der Matte. Nach einem ausgeglichenen Kampf standen bei Sommer eine mittlere Wertung für eine Fußtechnik und eine hohe Wertung für eine große Außensichel auf der Tafel.
Mit dieser weiteren internationalen Medaille untermauerte Alessa Sommer ihre Spitzenposition für die Nominierung zu den Europäischen Jugendspielen oder Jugendweltmeisterschaften im Sommer.

In Deutschland kämpfte die Jugend unter fünfzehn Jahren, die Mädchen in Bottrop und die Jungen in Duisburg.
In Bottrop waren 210 Kämpferinnen aus Slowenien, Belgien, den Niederlanden sowie aus der gesamten Bundesrepublik am Start.

Rebecca Bräuninger erkämpfte sich nach einer knapp verpassten Finalteilnahme die Bronzemedaille in der mit 37 Kämpferinnen stark besetzten Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm. Mit drei Ippon-Siegen gegen Tamara Ellinghaus aus NRW, Nadine Grünhauer vom Bayerischen Judo-Verband und die Niederländerin Laura Vinken den Einzug ins Halbfinale. Dort musste sie nach einem guten Kampf in der Kampfzeitverlängerung mit einer mittleren Wertung für eine Aushebetechnik die Segel gegen die Berlinerin Javona Edwards streichen. Die Bronzemedaille sicherte sie sich gegen Charlotte Gruber mit einer kleinen Innensichel.

Larissa Wörner hatte in der Klasse bis 44 Kilogramm etwas Pech - nach zwei Siegen kam ein Kampfrichterfehlurteil gegen die Belgierin Maxine Heynes. Eine von Wörner angesetzte Selbstfalltechnik wurde für die Gegnerin gewertet. In der Trostrunde kam das Aus gegen die Holländerin Yael Vinken, auf den x-ten Selbstfallwurfansatz fiel Wörner schließlich doch noch.

In Duisburg kämpfen die Jungs an zwei Tagen. 283 Judoka aus Polen, Slowenien, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden, sowie aus fast allen Bundesländern waren am Start. Simon Lay erkämpfte als jüngerer Jahrgang einen fünften Platz. Lay hatte in der Klasse bis 37 Kilogramm drei Siege erzielt und musste sich im Finale erst in der Verlängerung dem Chemnitzer Bastian Bauer geschlagen geben. Im kleinen Finale traf er auf den starken Sindelfinger Fabian Häßner und unterlag im Bodenkampf.

Norman Kästle schaffte es in der stark besetzten Gewichtsklasse auf einen beachtlichen siebten Platz. Nach einer Niederlage gegen den Belgier Brent van Hecke erkämpfte er sich in der Trostrunde drei vorzeitige Siege, bevor er sich Martin Matijass aus Osnabrück geschlagen geben musste.

Guido Kramer hatte sich mehr vorgenommen, aber in der Hammergewichtsklasse bis 46 Kilogramm mit 39 Teilnehmern musste er nach zwei Siegen gleich zwei Niederlagen einstecken und konnte sich somit diesmal nicht vorn platzieren.

Peter Brück sammelte in der Klasse bis 60 Kilogramm auf diesem Niveau erstmals Wettkampferfahrung und schied ebenfalls frühzeitig aus.