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Die Internationalen Turniere in Bremen und Bad Blankenburg
sind die ersten Nominierungsturniere für den Deutschen Judo-Bund
in Richtung Europäische Jugendspiele und die Jugend-Europameisterschaften.
Die Steinheimer Judoka setzten sich dabei erfolgreich in Szene - Alessa
Sommer erkämpfte Silber und Steffen Hoffmann sicherte sich den dritten
Platz.
Im thüringischen Bad Blankenburg waren bei der Jugend 274 Kämpferinnen
aus vierzehn Nationen am Start, darunter zahlreiche Nationalteams, u.a.
aus Japan, Kasachstan und der europäischen Judohochburg Frankreich.
In der Klasse bis 44 Kilogramm startete Alessa Sommer für das
JudoTeam Steinheim. Nachdem sie krankheitsbedingt auf einen Start bei
den Deutschen Meisterschaften verzichten musste, wollte sie beweisen,
dass sie derzeit Deutschlands Nummer eins ist.
In ihrem Auftaktkampf kam sie gegen Sarah Strohmaier aus Österreich
mit einem Fußwurf und Haltegriff zum Erfolg. Gegen Megan Henderson
aus England gelang Sommer ein Arbeitssieg. Über die Kampfzeit von
vier Minuten versuchte sie ununterbrochen eine Technik durchzubringen.
Ihre Gegnerin wurde wegen passivem Kampfstil zweimal bestraft und auf
Sommers Punktekonto kam eine mittlere Wertung, welche ihr zum Sieg verhalf.
Einen perfekten Übergang vom Stand- zum Bodenkampf gelang dem Steinheimer
Judotalent gegen Moldir Zhamanova vom Nationalteam Kasachstan. Einen schlechten
Wurfansatz der Kasachin führte Sommer zu einem Haltegriff weiter.
Im Kampf um den Finaleinzug traf sie auf Denise Heijmans aus den Niederlanden.
Ein hart umkämpfter Sieg brachte sie ins Finale. Dort stand sie der
Japanerin Maims Morishita gegenüber. Die Japanerin machte von Anfang
an Druck und bevor sich Sommer auf den Kampf einstellen konnte, musste
sie auch schon eine hohe Wertung für einen Schulterwurf abgeben.
Mit hohem Kampfgeist arbeitete sich Sommer wieder heran und schaffte den
Ausgleich. Die Japanerin antwortete mit einer großen Innensichel
und Alessa Sommer musste sich kurz vor Ende der Kampfzeit doch noch geschlagen
geben. Mit dem zweiten Platz ist sie einer Nominierung für die Nationalmannschaft
aber ein ganzes Stück näher gekommen.
Rebecca Bräuninger machte einen guten Kampf gegen eine Britin und
unterlag als jüngster Jahrgang in der neuen höheren Gewichtsklasse
lediglich mit einer mittleren Wertung. Carina Sommer erkämpfte bei
den Juniorinnen zwei Siege und schied nach zwei Niederlagen aus dem Turnier
aus.
In Bremen kämpften am gleichen Tag die Jungen unter siebzehn Jahren,
am Start waren 499 Teilnehmer aus zwanzig Nationen, mit Nationalmannschaften
aus Japan, Kasachstan, Israel, Russland, Usbekistan, Lettland, Italien,
Belgien, Dänemark, Frankreich, Schweiz, Österreich, Tschechien
und Großbritannien.
In der Klasse bis 50 Kilogramm kämpften mit Steffen Hoffmann
vom JudoTeam Steinheim weitere 57 Sportler um den Sieg. Steffen Hoffmann
sicherte einen ersten Sieg mit einer Fußtechnik gegen Kevin Gijs
aus Belgien. Gegen den Letten Vladislav Starhus kam er mit einer kleinen
Innensichel und anschließendem Haltegriff vorzeitig zum Erfolg.
Gegen den sehr hektisch kämpfenden Doron Abramov vom Nationalteam
Israel setzte sich Hoffmann vorzeitig mit Uchi-Mata durch. Gegen den Nordrhein-Westfalen
Joris Kuger machte ihn der Griffkampf zu schaffen. Einmal schafft er es
nicht, mit beiden Händen zu greifen und Kuger kam mit seinem Schulterwurfansatz
durch. In der Trostrunde legte der Gymnasiast vom OHG Ludwigsburg
den Kasachen Baknur Myrzay mit Uchi-Mata flach. Weiter ging der Weg über
Sam Mekaoui aus den Niederlanden. Mit einer mittleren Wertung für
einen Schulterwurf zog der Steinheimer ins kleine Finale ein. Dort wartete
ein weiterer Kasache auf ihn. Noch vor Ablauf der ersten Kampfminute brachte
er Bauyrzhan Mukinov mit einem Hüftwurf zu Fall und sicherte sich
nach sieben Kämpfen verdient die Bronzemedaille. Damit unterstrich
der Deutsche Meister, dass er auch international ein Wörtchen mitreden
kann.
Anil-Kaan Bozkurt erkämpfte sich einen Sieg in der Klasse bis 90 Kilogramm
gegen Matan Fridman vom Nationalteam Israel. Gegen den späteren Turniersieger
Toma Nikiforov aus Belgien musste sich Bozkurt geschlagen geben. Bei diesem
Kampf zog sich der Steinheimer Kämpfer eine Verletzung zu und konnte
in der Trostrunde leider nicht mehr antreten.
Für Max Schenk, bis 73 Kilogramm, war das Turnier noch eine Nummer
zu groß. Gegen den Briten Taylor Bell stand Schenk gerade fünfzehn
Sekunden auf der Matte. Da Bell nicht ins Semifinale einzog, bekam Schenk
keine zweite Chance in der Trostrunde.



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