21. März 2009
 Sommer und Hoffmann erfolgreich auf internationaler Bühne

Die Internationalen Turniere in Bremen und Bad Blankenburg sind die ersten Nominierungsturniere für den Deutschen Judo-Bund in Richtung Europäische Jugendspiele und die Jugend-Europameisterschaften. Die Steinheimer Judoka setzten sich dabei erfolgreich in Szene - Alessa Sommer erkämpfte Silber und Steffen Hoffmann sicherte sich den dritten Platz.

Im thüringischen Bad Blankenburg waren bei der Jugend 274 Kämpferinnen aus vierzehn Nationen am Start, darunter zahlreiche Nationalteams, u.a. aus Japan, Kasachstan und der europäischen Judohochburg Frankreich.

In der Klasse bis 44 Kilogramm startete Alessa Sommer für das JudoTeam Steinheim. Nachdem sie krankheitsbedingt auf einen Start bei den Deutschen Meisterschaften verzichten musste, wollte sie beweisen, dass sie derzeit Deutschlands Nummer eins ist.

In ihrem Auftaktkampf kam sie gegen Sarah Strohmaier aus Österreich mit einem Fußwurf und Haltegriff zum Erfolg. Gegen Megan Henderson aus England gelang Sommer ein Arbeitssieg. Über die Kampfzeit von vier Minuten versuchte sie ununterbrochen eine Technik durchzubringen. Ihre Gegnerin wurde wegen passivem Kampfstil zweimal bestraft und auf Sommers Punktekonto kam eine mittlere Wertung, welche ihr zum Sieg verhalf. Einen perfekten Übergang vom Stand- zum Bodenkampf gelang dem Steinheimer Judotalent gegen Moldir Zhamanova vom Nationalteam Kasachstan. Einen schlechten Wurfansatz der Kasachin führte Sommer zu einem Haltegriff weiter. Im Kampf um den Finaleinzug traf sie auf Denise Heijmans aus den Niederlanden. Ein hart umkämpfter Sieg brachte sie ins Finale. Dort stand sie der Japanerin Maims Morishita gegenüber. Die Japanerin machte von Anfang an Druck und bevor sich Sommer auf den Kampf einstellen konnte, musste sie auch schon eine hohe Wertung für einen Schulterwurf abgeben. Mit hohem Kampfgeist arbeitete sich Sommer wieder heran und schaffte den Ausgleich. Die Japanerin antwortete mit einer großen Innensichel und Alessa Sommer musste sich kurz vor Ende der Kampfzeit doch noch geschlagen geben. Mit dem zweiten Platz ist sie einer Nominierung für die Nationalmannschaft aber ein ganzes Stück näher gekommen.

Rebecca Bräuninger machte einen guten Kampf gegen eine Britin und unterlag als jüngster Jahrgang in der neuen höheren Gewichtsklasse lediglich mit einer mittleren Wertung. Carina Sommer erkämpfte bei den Juniorinnen zwei Siege und schied nach zwei Niederlagen aus dem Turnier aus.

In Bremen kämpften am gleichen Tag die Jungen unter siebzehn Jahren, am Start waren 499 Teilnehmer aus zwanzig Nationen, mit Nationalmannschaften aus Japan, Kasachstan, Israel, Russland, Usbekistan, Lettland, Italien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Schweiz, Österreich, Tschechien und Großbritannien.

In der Klasse bis 50 Kilogramm kämpften mit Steffen Hoffmann vom JudoTeam Steinheim weitere 57 Sportler um den Sieg. Steffen Hoffmann sicherte einen ersten Sieg mit einer Fußtechnik gegen Kevin Gijs aus Belgien. Gegen den Letten Vladislav Starhus kam er mit einer kleinen Innensichel und anschließendem Haltegriff vorzeitig zum Erfolg. Gegen den sehr hektisch kämpfenden Doron Abramov vom Nationalteam Israel setzte sich Hoffmann vorzeitig mit Uchi-Mata durch. Gegen den Nordrhein-Westfalen Joris Kuger machte ihn der Griffkampf zu schaffen. Einmal schafft er es nicht, mit beiden Händen zu greifen und Kuger kam mit seinem Schulterwurfansatz durch. In der Trostrunde legte der Gymnasiast vom OHG Ludwigsburg den Kasachen Baknur Myrzay mit Uchi-Mata flach. Weiter ging der Weg über Sam Mekaoui aus den Niederlanden. Mit einer mittleren Wertung für einen Schulterwurf zog der Steinheimer ins kleine Finale ein. Dort wartete ein weiterer Kasache auf ihn. Noch vor Ablauf der ersten Kampfminute brachte er Bauyrzhan Mukinov mit einem Hüftwurf zu Fall und sicherte sich nach sieben Kämpfen verdient die Bronzemedaille. Damit unterstrich der Deutsche Meister, dass er auch international ein Wörtchen mitreden kann.

Anil-Kaan Bozkurt erkämpfte sich einen Sieg in der Klasse bis 90 Kilogramm gegen Matan Fridman vom Nationalteam Israel. Gegen den späteren Turniersieger Toma Nikiforov aus Belgien musste sich Bozkurt geschlagen geben. Bei diesem Kampf zog sich der Steinheimer Kämpfer eine Verletzung zu und konnte in der Trostrunde leider nicht mehr antreten.

Für Max Schenk, bis 73 Kilogramm, war das Turnier noch eine Nummer zu groß. Gegen den Briten Taylor Bell stand Schenk gerade fünfzehn Sekunden auf der Matte. Da Bell nicht ins Semifinale einzog, bekam Schenk keine zweite Chance in der Trostrunde.