01. März 2009
 Steffen Hoffmann wird souverän Deutscher Meister

Ein sensationelles Ergebnis erkämpfte das JudoTeam Steinheim bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Jugend unter 17 Jahren in Homburg/Saar. Alle vier Starter, Steffen Hoffmann (Gold), Anil-Kaan Bozkurt und Guido Kramer (Silber) sowie Rebecca Bräuninger (Bronze) schafften den Sprung auf das Siegerpodest. Das JudoTeam Steinheim war bei diesen Meisterschaften der einzige Verein, der gleich drei Finalisten stellen konnte. Im Medaillenspiegel belegten sie letztendlich den zweiten Rang hinter dem TSV 04 Leverkusen, der sich einmal Gold und drei dritte Plätze sicherte, aber noch weitere Punkte für fünfte und siebte Plätze sammelte.

Steffen Hoffmann wurde souverän Deutscher Meister in der Klasse bis 50 Kilogramm. Alle Kämpfe entschied er vor Ablauf der Kampfzeit für sich. Der Uchi-Mata-Spezialist (Innenschenkelhüftwurf) überraschte die Konkurrenz diesmal mit einem Schulterwurf. Im ersten Kampf brachte er damit Patrick Pietsch aus Sachsen zu Fall. Lando Schwekendiek aus Niedersachsen zwang er schon nach zwanzig Sekunden mit Armhebel zur Aufgabe. Gegen Christoph Spalek aus Leverkusen setzte er sich mit Uchi-Mata durch. Auch sein ärgster Konkurrent, Denny Koppers aus Nordrhein-Westfalen, bezwang er im Kampf um den Finaleinzug mit einem fulminanten Schulterwurf. Der Chemnitzer Martin Haubold blieb im Finale gegen Hoffmann chancenlos. Wiederum mit Schulterwurf sicherte sich das Steinheimer Judotalent den Deutschen Meistertitel.

Für eine große Überraschung sorgte der Steinheim Youngster Guido Kramer in der Klasse bis 43 Kilogramm. Der Dreizehnjährige kam im ersten Kampf schon nach einer halben Minute mit einem Hüftfeger gegen den Chemnitzer Bastian Bauer zum Erfolg. Auch gegen den Berliner Simon Kunstmann kam er vorzeitig zum Erfolg. Kramer erwischte ihn mit einem perfekten Fußwurfansatz. Im Kampf um den Finaleinzug gegen den Leverkusener Timo Ellrich errang der Steinheimer einen Arbeitssieg. Nach der Kampfzeitverlängerung standen immer noch keine Punkte auf der Tafel. Kramer war in diesem Kampf eindeutig der Aktivere und so bekam er den Sieg mit 3:0-Kampfrichterstimmen zugesprochen. Im Kampf um den Titel machte der Steinheimer eine gute Figur, traute sich seinen Gegner aber noch nicht ganz zu. Erst zwanzig Sekunden vor Kampfende setzte sich der Abensberger Manuel Scheibel mit einer Abtauchtechnik durch. Guido Kramer freute sich über Silber.

Das dritte Finale mit Steinheimer Beteiligung erkämpfte sich Anil-Kaan Bozkurt in der Klasse bis 90 Kilogramm. Auf dem Weg dahin zwang er den Niedersachse Arbi Mutaliew aus Niedersachsen mit Armhebel zur Aufgabe. Gegen Tarik Dahlmeier aus Nordrhein-Westfallen und dem Sachsen Konstantin Riebsam kam er mit einer Aushebetechnik zum Erfolg. Im Finale traf er auf einen absolut gleichwertigen Gegner. Marius Piepke aus Niedersachsen war ebenso mühelos ins Finale eingezogen. Beide schenkten sich im Endkampf nichts und nach Ablauf der Kampfzeit hatte keiner Punkte für eine Wurftechnik erzielt. Auch die Verlängerung brachte nichts und dann fiel der Kampfrichterentscheid denkbar knapp mit 2:1 für den Niedersachsen aus und Bozkurt wurde Zweiter.

Bei den Mädchen musste Steinheims Trainerin Trixi Kästle schon im Vorfeld zwei Ausfälle beklagen. Alessa Sommer, die Titelverteidigerin, hatte einen Infekt noch nicht auskuriert und Stephanie Aschenbrenner, Bronze im letzten Jahr, durfte wegen Rückenproblemen nicht starten. Also war für Steinheim nur noch Rebecca Bräuninger am Start. Bräuninger erwischte in der Klasse bis 48 Kilogramm ein hartes Los. Gleich im ersten Kampf traf sie auf die Favoritin Lucy Nisser aus Thüringen. Die Schülerin vom Otto-Hahn-Gymnasium Ludwigsburg zeigte aber keine Nerven, unbeeindruckt setzte sie sich mit ihrer Spezialtechnik, dem Uchi-Mata, noch vor Ablauf der Kampfzeit durch. Auch Shirley Berns vom Bayer 04 sollte eine harte Nuss werden. Nach Ablauf der Kampfzeit ging es in die Verlängerung und eigentlich hatte Bräuninger ihre Gegnerin im Griff, doch einmal ließ sie Berns mit den Griff durchkommen und musste die entscheidende Wertung abgeben. Eine lange Trostrunde stand ihr nun bevor. Die Aufgabe löste sie aber mit Bravour. Hüftfeger gegen Anne Kamischke aus Brandenburg und Kim Heitz aus der Pfalz. Gegen Wittekind aus Niedersachsen erhielt sie die entscheidende mittlere Wertung für Uchi-Mata und gegen Jenny Füchtmeyer kam sie mit einer Selbstfalltechnik zum Erfolg. Im kleinen Finale ließ sie die Medaille nicht mehr los. Nach einem Wurfansatz setze sie einen Haltegriff gegen Kim Czichy aus NRW an und sicherte sich damit Bronze.

>> Bildimpressionen
>> Bildergalerie Anils Armhebel
>> Bildergalerie Steffens Wurfserie
>> Bildergalerie Siegerehrung