22. Feburar 2009
 Hoffmann und Bozkurt werden ihrer Favoritenrolle gerecht

Bei den Süddeutschen Einzelmeisterschaften der Jugend unter siebzehn Jahren in Backnang erkämpfen die Judoka vom JudoTeam Steinheim fünf Fahrkarten zu den Deutschen Einzelmeisterschaften.

Steffen Hoffmann siegt in der Klasse bis 50 kg souverän. Mit drei vorzeitigen Siegen zog er ins Finale ein. Dabei stellte er seine technische Vielfalt unter Beweis. Gegen Benedikt Schmid aus Bad Reichenhall kam er mit einer Aushebetechnik zum Erfolg. Felix Buchinger vom DJK Eichstätt zwang er mit Armhebel zur Aufgabe und den Sindelfinger Sascha Köppert brachte er mit einem Schulterwurf zu Fall. Im Finale ließ er Fabian Lochner vom VfL Sindelfingen nicht zum Zug kommen. Das Steinheimer Judotalent sicherte sich mit einem Schulterwurf die entscheidende Wertung für die Goldmedaille.

Anil-Kaan Bozkurt erkämpfte den zweiten Meistertitel für Steinheim. Im Sekundentakt zog er ins Finale der Klasse bis 90 kg ein. Kevin Müller von der SV Lohhof, den Freiburger David Nikulic und Johannes Pfeiffer vom TV Elsenfeld brachte er jeweils mit seiner Spezialtechnik zu Fall, wobei kein Kampf länger als zehn Sekunden dauerte. Im Finale zwang er Emre Koyun vom TSV Rohr mit Armhebel zur Aufgabe.

Der Youngster Guido Kramer belegte in der untersten Klasse bis 43 kg einen dritten Platz. Nach Siegen gegen Benny Huth vom TSV Grafing und einem Arbeitssieg gegen Alexander Leiser vom BC Offenburg verpasste er den Finaleinzug. Im Halbfinale ließ er sich von Mattis Harder, SS Kustusch Reutlingen, durch eine Selbstfalltechnik überraschen. Im Kampf um Platz drei traf der Steinheimer erneut auf den Grafinger Huth und konnte sich wiederum gegen diesen behaupten. Mit einem Hüftfeger sicherte er sich die Bronzemedaille.

Sebastian Wörner vermasselte seine Auftaktkampf in der Klasse bis 46 kg und traf nach einem Sieg in der Trostrunde auf den Finalgegner der Württembergischen, Patrick Widmann vom VfL Sindelfingen, und musste gegen ihn die Segel streichen.

Ähnlich verlief es bei Max Schenk. Im ersten Kampf traf er in der Klasse bis 73 kg auf den späteren Vizemeister. Jakob Kitzberger vom TSV Grafing zwang Schenk mit Armhebel zur Aufgabe. Nach einem Trostrundensieg traf auch Schenk auf seinen Finalgegner der Württembergischen. Diesmal hatte Julian Stiebeling vom JC Herrenberg das glücklicher Händchen. Er erwischte Schenk mit einem Hüftfeger und Schenk schaffte es trotz hohem Kampfeinsatz nicht, die mittlere Wertung aufzuholen.

Die Jungs vom JudoTeam Steinheim sicherten sich an diesem Tag den zweiten Platz in der Vereinswertung.

Die Mädchen waren mit drei Kämpferinnen ins Rennen gegangen. Rebecca Bräuninger erkämpfte in der Klasse bis 48 kg mit Platz drei ein Ticket für die DEM. Nach Siegen gegen Amelie Stoll vom TSV München-Großhadern und Malika Kaffenberger von der TSG Backnang verpasste Bräuninger eine Finalteilnahme. Nach Führung durch eine Innensichel gab Bräuninger den Kampf noch an Laura Böhm vom SV Bamberg ab. Den dritten Platz sicherte sie sich selbstbewusst erneut gegen die Münchnerin Stoll, diesmal durch Haltegriff.

In der Klasse bis 52 kg verlief es für Stephanie Aschenbrenner ebenso. In der Vorrunde siegte sie über Lorena Vordermair vom TSV München-Großhadern und Carolin Kottmair vom VfL Sindelfingen. Im Kampf um den Finaleinzug traf sie auf die Europameisterin Nicola Weiglein von der SG Eltmann. Nur zwei mittlere Wertungen für Hüftwürfe musste Aschenbrenner abgeben, aber der Kampf ging verloren. Den dritten Platz sicherte sich die Murrerin mit einer Außensichel gegen Miriam Wörner vom JV Nürtingen.

Larisa Wörner verschenkte ihren dritten Platz in der Klasse bis 40 kg etwas unglücklich. Nach einer Auftaktniederlage gegen die spätere Siegerin Bianca Augenstein vom SV Wettstetten gelangen ihr zwei Siege in der Trostrunde. Gegen Michaela Reiter vom TSV Grafing gelang ihr zu Beginn eine hohe Wertung, die sie aber taktisch nicht gut verteidigen konnte. Letztendlich musste sie sich mit Platz fünf begnügen.

Das Judo Team Steinheim fährt mit sechs Judoka zu den nationalen Meisterschaften, mit im Boot noch Alessa Sommer, die auf diese gesetzt wurde.

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